Einbindung von CAN-Bussen in bestehende Ethernet-Technologie

Nutzung als universelles PC CAN-Interface sowie für die Kopplung von CAN-Netzwerken über Ethernet

Das CAN Ethernet Gateway ermöglicht die Einbindung von CAN-Bussen in eine bestehende Ethernet-Topologie. Es eignet sich damit sowohl als universelles PC CAN-Interface als auch zur Kopplung von CAN-Netzwerken über Ethernet. CAN-Nachrichten werden direkt auf Layer-2-Ebene – und damit protokollunabhängig – übertragen. Das erlaubt den Einsatz des CAN Ethernet Gateways für verschiedene High-Layer Protokolle, wie beispielsweise CANopen, DeviceNet oder SDS. Der Zugriff via Ethernet kann sowohl über TCP als auch UDP erfolgen.

Das CAN Ethernet Gateway basiert auf einem leistungsfähigen ARM9-Controller, der einen hohen Datendurchsatz auch bei mehreren gleichzeitig aktiven CAN-Schnittstellen gewährleistet. Durch die Verwendung von Linux als Betriebssystem kann der Anwender parallel zur Gateway-Applikation eigene Programme ausführen. Ausgefeilte Filter- und Trigger-Mechanismen ermöglichen den Aufruf von Anwender-Tasks direkt auf dem Gateway als gezielte Reaktion auf bestimmte Ereignisse.

Einfach zu konfigurierende Filter gewährleisten eine sinnvolle Beschränkung der zu übertragenen CAN Nachrichten. Jeder CAN-Nachricht wird ein Zeitstempel zugeordnet, der die zeitliche Transparenz bei der Übertragung der Nachrichten sicherstellt. Das CAN Ethernet Gateway kann mehrere Ethernet-Verbindungen simultan verwalten und ermöglicht so den Aufbau komplexer Netzstrukturen.

Die Konfiguration des Gerätes erfolgt wahlweise über Ethernet oder über USB.

EOL 11/2027

Details

Physisch

 

Size (LxBxH)

70 x 100 x 61 cm

Betriebstemperatur

0 bis +70ºC

Luftfeuchtigkeit

10 bis 95% nicht kondensierend (VDE 0110)

Operation Modi

 

Gateway Modus

Der Gateway-Modus erlaubt den Einsatz des Gerätes als universellen CAN-/Ethernet-Koppler

Bridge mode

Der Bridge-Modus erlaubt die transparente Kopplung von CAN-Netzwerken via LAN bzw. Internet.

Konnektivität

 

Ethernet Schnittstelle

10/100 Mbit/s Ethernet (10Base-T/100Base-T)

Connector

RJ45

CAN Controller

SJA1000

CAN Schnittstelle

bis zu 2 CAN interfaces, high-speed CAN entsprechend ISO 11898 1/2, optisch getrennt

CAN Spezifikation

2.0A (11-bit identifier)

 

2.0B (29-bit identifier)

CAN bus Stecker

2x 5-pin abziehbare Schraubklemmverbinder, wahlweise mit D-SUB-9 Adapter Kabel

CAN bus Übertragungsrate

10kbps bis 1Mbps

CAN-Bus Features

Remote frames, Listen only mode, Fehlernachricht mit konfigurierbarem Identifier

 

Zeitstempel für empfangene Nachrichten

Software

 

PC Anwendungsprogrammierung

via Windows mit Programmier-API (DLL) Standard Programmiersprache (z.B. C/C++)

Spannungsversorgung

 

Spannungsversorgung

24VDC +20% -60%

Leistungsaufnahme

typ. 100mA

Anschluss Spannungsversorgung

2pin Schraub-Klemmverbinder

Gehäuse

 

Schutzklasse

IP20 Plastikgehäuse für DIN/EN Hutschienen

Sonstiges

 

Gateway Konfiguration

via Telnet, FTP oder serielle Schnittstelle über USB-Port

Gateway Software

vorprogrammiertes Linux, Gerätefirmware

Gateway-Modus

Der Gateway-Modus erlaubt den Einsatz des Gerätes als universellen CAN-/Ethernet-Koppler. Typischerweise wird das Gateway dabei als externes CAN-Interface an einem PC verwendet und ermöglicht so einen einfachen und flexiblen Zugriff auf CAN-Systeme über ein LAN oder über das Internet. Die im Lieferumfang enthaltenen Treiber ermöglichen die Verwendung des CAN-Ethernet-Gateways als PC-Interface für alle von SYSTEC vertriebenen CAN- und CANopen-Software-Tools. Das detailliert dokumentierte Treiber-API unterstützt zudem die Einbindung des Gateways in eigene Anwenderapplikationen. Der Nachrichtenaustausch mit dem CAN-Netzwerk erfolgt von der Host-Applikation aus über socket-basierte TCP- oder UDP-Kommunikation.

Bridge-Modus

Der Bridge-Modus erlaubt die transparente Kopplung von CAN-Netzwerken via LAN bzw. Internet. Durch die Filterung von Nachrichten lässt sich zum Einen das zu übertragende Datenvolumen begrenzen, zum Anderen kann der Datenaustausch zwischen den Sub-Netzen gezielt beeinflusst werden. So ist es beispielsweise bei der Kopplung von CANopen-Netzen möglich, nur PDOs auszutauschen und alle anderen Nachrichtentypen von der Weiterleitung auszuschließen.

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Ralf Haag

Ihre Ansprechperson: Ralf Haag

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