Bahnanwendungen

Bahnanwendungen

Bahnanwendungen fordern für die Hardware und Software eine hohe Verfügbarkeit und ein hohes Maß an Sicherheit. SYS TEC electronic entwickelt für diese Branche im Kundenauftrag seit mehreren Jahren elektronische Baugruppen und hat Know-how für verschiedene Lösungen aufgebaut:

Beispiele:

  • Kommunikationsrechner mit Schnittstellen für Gbit-Ethernet, CAN, RS485, WLAN, GSM, LTE, GPS
  • Netzteile mit weitem Eingangsspannungsbereich 16,8VDC – 160VDC
  • Embedded Regler für Funktional Safety Anwendungen
  • IO-Module für Digitale und präzise analoge Schnittstellen

Wir übernehmen die Entwicklung Ihrer Hardware und Software nach den Normen für Bahnanwendungen (EN50126, EN50155, EN50128, EN50129) und fertigen diese als Serienprodukte an unserem Standort. Im Bahnsektor kommt es auf eine hohe Verfügbarkeit und lange Produktlebensdauer an. Dementsprechend sind die Anforderung an die Hard- und Software elektronischer Baugruppen meist höher. Das spiegelt sich in größeren Temperaturbereichen, höherer Störfestigkeit gegenüber EMV-Phänomenen, robuster Auslegung der Elektronik und größeren Isolationsstrecken für Höhen bis 5000m wider. Neben diesen hohen Produktanforderungen sind auch signifikant erhöhte Anforderungen an den Entwicklungsprozess für Hard- und Software umzusetzen.

Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Produktes bei SYS TEC electronic sind klar formulierte Anforderungen an das System, welche wir von unseren Auftraggebern erhalten. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Erstellung durch Anwendung von Requirements Engineering Techniken. Die Anforderungen werden mit Hilfe des Requirements Management Tools Polarion erfasst und verwaltet. Für jede Anforderung werden Tests zu Analyse und Validierung verknüpft, für mehrere Tests dann die Testdurchführungen geplant und ausgeführt. Die Ergebnisse werden ebenfalls in Polarion hinterlegt. Bei Änderungen von Anforderungen oder Systemkomponenten sind bei der Durchführung der Impact Analyse die Auswirkungen leicht identifizierbar.

Anwendungen für den Bahnbereich sind durch einen langen Lebenszyklus von mehr als 20 Jahren gekennzeichnet. Hier ist es wichtig, dass für die Designs eine gute und nachvollziehbare Dokumentation vorhanden ist. Bei Abkündigung von Bauteilen ist die Kenntnis der Key-Parameter und Eigenschaften des obsoleten Bauteils oder des betroffenen Schaltungsteils wichtig, um Ersatz mit vergleichbaren Eigenschaften zu schaffen.

Im Softwaredesign verwenden wir bewährte Techniken, um bereits bei der Codierung Fehler zu vermeiden. Für die Unterstützung des längeren Lebenszyklus und um eine gute Traceability zu erreichen, werden SW-Anforderungen aus dem Requirements Management Tool direkt mit der Codezeile in der Software verknüpft. Änderungen an der Software werden im Versionsverwaltungstool git nachvollziehbar dokumentiert.

Der Designphase schließt sich eine umfangreiche Verifikationsphase an. Durch ein stufenweises Vorgehen bei der Durchführung erlangen wir eine hohe Testabdeckung für das Design und die spezifizierten Anforderungen. Im Softwarebereich nutzen wir Techniken, die aus dem Bereich der Funktionalen Sicherheit bekannt sind. Diese Tests werden unterstützt durch verschiedene Tools für statische Codeanalyse, Unit Tests und Continuous Integration. All diese Verfahren werden mit dem Ziel eingesetzt, zu einem frühen Zeitpunkt Fehler aufzudecken.

In unserem hausinternen EMV-Labor führen wir an den prototypischen Baugruppen alle leitungsgebundenen Störfestigkeitsprüfungen durch, um die Robustheit des Designs zu verifizieren. Weitere EMV-, Umwelt- und Vibrationsprüfungen zur Zertifizierung der Geräte werden in externen Laboren ausgeführt.

Die Baugruppen werden in unserer Fertigung in Deutschland hergestellt, angefangen bei SMD- und THT- Bestückung, bis hin zu Lackierung, Verguss, Montage und Konfektionierung. Dabei legen wir Wert auf eine hohe Testabdeckung durch verschiedene Prüfschritte, wie AOI, ICT, HV-Test, Funktionstests, Burn-In in unserer Klimakammer.