Alumni-Porträt

Rückblick - Einblick - Ausblick

Zwei ehemalige Absolventen der Westsächsichen Hochschule geben einen Rückblick in ihre Studienzeit, einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang und einen Ausblick für die "Absolventen von morgen" auf spannende Tätigkeiten bei der SysTec electronic AG.

Florian Künzel

Studiengang: Elektronik

Dauer: 4 Jahre

jetziger Job: Hardwareentwickler

Was ist Ihre aktuelle berufliche Position?

Als Systemarchitekt bei der SYS TEC electronic AG habe ich vielfältige Aufgaben. Gestartet als Ingenieur für das Hardwaredesign kundenspezifischer Entwicklungen, konnte ich mich in unseren Projekten schnell weiterentwickeln - ich hatte Blut geleckt. Nicht nur das Basisdesign interessierte mich, ich wollte unser Team ganzheitlich begleiten, anleiten und unterstützen, unsere Lösungen über ihren gesamten Weg begleiten. So entschloss ich mich, mich weiterzubilden.

Bei einem KMU wie der SYS TEC electronic trifft Engagement schnell auf offene Türen und so konnte ich neben der Entwicklung selbst auch bald die Projektleitung für einzelne Projekte übernehmen. In Zusammenarbeit mit Kollegen in der Entwicklung und unserem Vertrieb schaffen wir für unsere Kunden jeden Tag aufs Neue echten Mehrwert.


Was verbinden Sie mit der WHZ?

Die Zeit an der WHZ war eine der Besten in meinem Leben. Die FH ist nicht allzu groß, und das ist gut - denn das macht sie so familiär. Die Matrikelgruppen haben die perfekte Größe, so dass die Laboringenieure Zeit für jeden Einzelnen aufbringen können. Wenn man sich Wissen aneignen will, wird in jedem Fall geholfen. Selbst die Professoren nehmen sich viel Zeit für ihre Studenten, man fühlte sich nie allein gelassen.

Von elektrotechnischen Grundlagen, bis hin zur Controller Programmierung bat mir das Studium einen breiten Ausblick auf diverse praktisch relevante Themen für meine Zukunft. Vielfältige außerstudentische Aktivitäten bieten die Möglichkeit in vielen Gruppen Gleichgesinnte zu finden - man kann sich beteiligen und neue Dinge kennenlernen. Zuerst denke ich hierbei natürlich an die Sportangebote und das Racing Team - es ist für jeden etwas dabei. Man spürt, dass die Hochschule durch die Kraftfahrzeugtechnik getrieben ist - bereits in meinem Studium konnte ich erste Erfahrungen mit Bussystemen, speziell CAN, machen - einem immer noch sehr wichtigen Protokoll für uns bei SYS TEC electronic.


Was haben Sie aus Ihrem Studium für Ihr weiteres (Berufs-)Leben mitgenommen, was bleibt?

Natürlich der breit angelegte Werkzeugkasten für die Zukunft. In meinem Beruf bin ich in keinem einzelnen sturen Fachgebiet gelandet, sondern kann kreativ arbeiten, neues entdecken.
Auch den familiären Aspekt wollte ich unbedingt beibehalten. So fand ich zur SYS TEC electronic, einem Mittelständler in unserer Region. Hier kann ich mich verwirklichen und wirklich als Ingenieur arbeiten.


Was möchten Sie Studierenden und Studieninteressenten der WHZ mit auf den Weg geben?

Überdenkt eure Ziele - im und mit dem Studium. Das Ziel sollte nicht die größte Firma sein, ein Konzern, ein großer Aufstieg auf der Karriereleiter. Lasst euch von eurem Interesse, Passion und Motivation leiten.
Ist es euch wichtig wirklich Ingenieur sein zu können - ganzheitlich kreativ, eure Ideen vom Konzept bis zur Serienproduktion einbringen zu können? Dann ist eine Stelle bei einem Mittelständler die beste Wahl.

Marcus Gruschwitz

Studiengang: Kraftfahrzeugelektronik

Dauer: 4 Jahre

jetziger Job: Hardwareentwickler

Was ist Ihre aktuelle berufliche Position?

Seit 2 Jahren bin ich bei SYS TEC electronic als Entwicklungsingenieur für elektronische Systeme tätig und betreue mit den Kollegen in meinem Team maßgeblich das Hardware Design für unsere Kunden.


Was verbinden Sie mit der WHZ?

Die WHZ bedeutet für mich die Erinnerung an angenehme Lernatmosphäre in relativ kleinen Gruppen. Der hohe Praxisanteil mit vielen Praktika sowie die gute technische Ausstattung und Räumlichkeiten die zum Ausprobieren und tüfteln einluden haben mir besonders gut gefallen. Und natürlich bleiben kompetente Professoren und Dozenten mit großem Interesse an ihrem Fachgebiet als Motivator im Gedächtnis.


Was haben Sie aus Ihrem Studium für Ihr weiteres (Berufs-)Leben mitgenommen, was bleibt?

Für mich sind es viele kleine Dinge, die bleiben. Mein Werdegang hat mit dem Berufsleben begonnen. Als Kraftfahrzeugtechnikermeister, mit vielen Jahren an Praxiserfahrung, habe ich mein Studium aufbauend auf meinem ersten Berufsleben begonnen. Der Grund – ich wollte mehr. Stures abarbeiten, immer die gleichen Aufgaben. Das Studium hat mir die Freude an Kreativität wiedergegeben, die ich heute jeden Tag in meiner Arbeit ausleben kann.


Was möchten Sie Studierenden und Studieninteressenten der WHZ mit auf den Weg geben?

Wer sich bei der Wahl des Studienganges unsicher ist, sollte sich den Modulkatalog der einzelnen Studiengänge ganz genau anschauen. So sieht man welche Inhalte vermittelt werden und erlebt keine Überraschungen. Mitunter findet sich ein Studiengang, dessen Inhalte den persönlichen Interessen besser entsprechen, als man vorher dachte. So war es auch bei mir – erst bei näherer Recherche, habe ich mich für die Kraftfahrzeugelektronik entschieden. Ein persönliches Gespräch mit Professoren und Dozenten kann auch hilfreich sein. Schwimmt man auf einer Wellenlänge, fällt die Entscheidung leichter.


Am ersten Tag nach dem Urlaub freue ich mich am meisten auf...

 

… auf den nächsten Urlaub. :D  Aber natürlich zuerst darauf, meine Kollegen wiederzusehen.


Mein größter Lerneffekt bei Systec electronic war…

Aufgrund der Vielfältigkeit der zu bearbeitenden Projekte gibt es ständig die Möglichkeit, sich in neue Themengebiete einzuarbeiten, aber auch „altes“ Wissen aufzufrischen und zu vertiefen.
Ein Produkt von der ersten Konzeptphase bis zur Serienreife zu begleiten, macht die Arbeit besonders abwechslungsreich. Das fängt oft mit einer Bleistiftskizze an, geht mit Lötkolben und Oszi weiter und endet erst mit der Zertifizierung und „schlüsselfertigen“ Übergabe an den Kunden. Diesen Weg zu begleiten, erfüllt uns – meine Kollegen und mich - mit Stolz.