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Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz (BGIA)

Datenlogger für die Analyse von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems

Das Messsystem CUELA (Computer- Unterstützte Erfassung und Langzeit- Analyse von Belastungen des Muskel- Skelett-Systems) wurde im BGIA entwickelt, um Belastungen des Muskel-Skelett-Systems, wie sie in einer Vielzahl beruflicher Tätigkeiten anzutreffen sind, unmittelbar am Arbeitsplatz unter realen Arbeitsbedingungen messen zu können.

Es handelt sich um ein personengebundenes Messsystem, welches aus moderner Sensorik besteht und auf der Arbeitskleidung getragen werden kann. Die zugehörige Software WIDAAN erlaubt eine automatisierte Auswertung der Messdaten nach arbeitswissenschaftlichen und biomechanischen Bewertungskriterien. Basierend hierauf ist es möglich, Aussagen über notwendige Maßnahmen zur Vermeidung von berufsbedingten Gesundheitsgefahren zu treffen.

Die Datenspeichereinheit ist die zentrale Baugruppe des CUELA-Messsystems. Hier werden die analogen Messsignale aus den Sensoren eingelesen, digitalisiert und auf eine Compact-Flash- Karte abgeleget. Die Abtastfrequenz ist einstellbar und beträgt im Normalfall 50 Hz. Der Datenlogger ist in der Lage, bis zu 96 Kanäle mit einer Auflösung von 10 Bit zu erfassen. Parallel werden die Druckwerte der Messsohlen, ebenfalls bis zu 96 Zellen, erfasst.

Bei einer Standard-Sensor- Konfiguration aus Bewegungserfassung und einem Paar Messsohlen ergibt sich ein Speicherbedarf von ca. 22 MB/h, d.h., auf einer handelsüblichen Compact- Flash-Speicherkarte von 192 MB können über acht Stunden Daten einer Messung aufgezeichnet werden. Der geringe Energieverbrauch lässt mit einem kompakten Li-Ionen-Akku einen Betrieb von vier Stunden zu. Die Signalanbindung der Sensorboxen an den Datenlogger erfolgt über ein speziell entwickeltes Bus-System. Die Bedienung des Datenloggers ist denkbar einfach. Ein kombinierter Start/Stopp-Taster genügt, um das CUELA-Messsystem zu bedienen. Vier Status-LEDs zeigen den aktuellen Betriebszustand, z.B. „Boot-Vorgang“, „Messung bereit“, „Messung läuft“ oder „Daten speichern“ an.

Der Entwicklungsanteil von SYS TEC bestand in der Hard- und Software für den Datenlogger. Das Gerät ist kompakt, leicht und damit tragbar. Der Stromverbrauch wurde trotz des häufigen Speicherzugriffes minimiert. Auf Grund des hohen Datenaufkommens waren Standardlösungen nicht geeignet. Ein spezieller Flash-Treiber komprimiert die Daten und legt sie in einer Loggdatei auf der Flash-Karte ab.

Die technische Herausforderung bestand darin, 168 Sensoren ohne Datenverlust mit einer max. Abtastrate von 50Hz abzutasten und die Daten parallel dazu auf der Compakt-Flash-Karte zu speichern. Auch bei diesem Projekt hatte SYS TEC die komplette Entwicklungsleistung bis zur Fertigung übernommen. Zu den Leistungen gehörte die Pflichtenhefterstellung, die Schaltplanentwicklung, das Leiterplatten- Layout, die Prototypeninbetriebnahme, die Softwareentwicklung, der Gerätetest und die Integration sowie das Herstellen der Serienreife. Die Projektarbeit bei SYS TEC erfolgte nach den Qualitätsrichtlinien der DIN EN ISO 9001 : 2000.



Letzte Bearbeitung dieser Seite: 22. Februar, 2005
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